Manchmal sehe ich mir alte Bilder von mir selbst an und erkenne mich kaum. Ich meine, ich finde nicht schrecklich, was ich sehe, aber ganz oft schüttle ich den Kopf und denke mir: Wie du damals noch gedacht hast. Was du damals noch als wichtig empfunden hast. Was damals noch dein Lebensinhalt war. Und jedes Jahr, wenn es Dezember wird, gucke ich zurück und jedes Jahr wieder erkenne ich, dass eigentlich alles nur besser geworden ist. Dass ich die Zeit nicht zurückdrehen will, auf keinen Fall.

Wer ich war

Ich trug diese Extensions, schon viel zu lange eigentlich, aber ich dachte immer, kurze Haare sind einfach nicht weiblich genug. Es gab nur Tanzen und Techno und ein ungutes Gefühl in der Magengegend, wenn ich an mein Studium dachte, was ich nun echt schon viel zu lange rausgezögert habe. Ich war schon irgendwie glücklich, aber verglich mich immer noch mit Anderen. Auf mich selbst, meine Ernährung und meine Gesundheit zu achten lag mir nicht besonders und ich konnte mir nicht vorstellen, dass mein Leben irgendwann mal nicht mehr nur aus Glitzer und Bass bestehen sollte. Und der Blog? Wurde mehr Arbeit als Vergnügen – weil ich dachte, ich müsse sein wie die Anderen, erfolgreich wie die Anderen, genau so groß und bewundert. Ich dachte, ich wäre nur eine Follower-Zahl auf Instagram, und die war nunmal kleiner als die der Anderen.

Wer ich bin

Aber was ist schon weiblich, was ist schon männlich. Ich verabschiedete mich in einer kurzen Down-Phase für immer von meinen falschen Haaren, von Kleidung die ich nie trug und vom Zwang, „jemand sein“ zu sollen. Ich erkannte, dass alles, was ich möchte, eine innere Zufriedenheit ist, und ich diese niemals mit Ruhm oder irgendwelchen großartigen Besitztümern erreichen würde. Ich hatte das Gefühl, 2015 erwachte irgend ein verstecktes Bewusstsein in mir, was mich so viele Dinge hat klarer sehen hat lassen, so viele Dinge die ich euch alle noch erzählen möchte. Ich beschloss mich in Zukunft vegan zu ernähren, weil ich alles andere nicht mehr mit mir selbst vereinbaren konte – und ich machte mich ran, endlich mein Studium zu beenden. Ich lernte jemanden kennen, der mir in kürzester Zeit unzählige male einen Spiegel vor die Nase hielt und mich erkennen ließ, dass Liebe absolut nichts mit Abhängigkeit zutun hat. Ich will mich nicht mehr nur Ganz fühlen können, wenn ich jemanden an meiner Seite weiß – ich will für mich selber ein Ganzes sein und neben einem Ganzen herrollen. Mit all den Dingen, die ich die letzten Jahre über mich selbst und das Leben gelernt habe, könnte ich Bücher füllen. Vielleicht mach ich das einfach.
Und dann buchte ich einen Flug nach Hawaii, gemeinsam mit dem tollsten Mettchen auf Erden.

4er

Das bin also ich, heute, am 30.12.2015. Ich bin gespannt, was ich nächstes Jahr bin und was ich dann fühle, wenn ich mir diese Bilder von mir selbst ansehe.

Und wer ich sein werde

Was wünsche ich mir für nächste Jahr? Was erwarte ich mir? Ich wünsche nichts und ich erwarte nichts. Ich nehme mir nicht vor, ein besseres Selbst zu werden, das passiert schon von alleine, das weiß ich mittlerweile. Trotzdem weiß ich, wer ich in Zukunft sein werde: Ich. Ich habe so das Gefühl, alles, was ich jemals im Leben gesucht habe, war ich selbst – und ich glaube, ich bin gerade erst am Anfang mich zu finden. Es bringt nichts, das Glück in irgendwelchen Dingen oder Personen zu suchen, genauso wenig wie Liebe oder Zufriedenheit – all das muss von einem selbst kommen. Ich will mich selber besser kennenlernen, alles was ich fühle ergründen und hinnehmen, wer ich bin. Und dann sehen wir weiter.


 

Inspiriert zu diesem Beitrag hat mich eine Kooperation mit ASUS – ein Jahresrückblick durch die Linse des ZenFone Selfie, meinen Persönlichen #asusmoment. Rückblickend in Form eines Selfies, vorausblickend das, was vielleicht mal sein wird. Gar nicht so leicht die Zukunft darzustellen durch ein Foto – aber ich finde, mein Kalender, die Reise nach Hawaii und einzelne Gedanken, die ich in Zukunft verinnerlichen möchte, waren die richtige Idee. Alle Fotos sind mit dem ZenFone geschossen worden und mit VSCO bearbeitet.

Für alle, denen eine gute Kamera und Akkulaufzeit besonders wichtig sind an einem Telefon kann ich dieses nur wärmstens empfehlen – die Frontkamera ist mit den 13 Megapixeln ebenso gut wie die auf der Rückseite, sogar einen Blitz gibt es auf beiden Seiten. Am Besten aber gefällt mir der Manuell-Modus: Hier kann ich Verschlusszeit, ISO und Weißabgleich selbst einstellen.

Ich wünsche euch allen von Herzen ein wunderbares Silvester, wir sehen uns wieder im neuen Jahr – ich fahr nun erstmal für zwei Tage nach Prag um mich dann in den Bachelor-Endspurt zu stürzen. Danke, dass ihr mich auch dieses Jahr wieder begleitet habt! <3

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 Der Plüschhase (Ausschnitt)
(Margery Williams)

„Was ist ECHT?“ fragte der Hase eines Tages.

„Echt ist nicht, wie Du hergestellt bist,“ sagte das Lederpferd. „Es ist eine Sache, die Dir geschieht. Wenn ein Kind Dich über einen sehr, sehr langen Zeitraum liebt; nicht nur um mit Dir zu spielen, sondern Dich wirklich liebt, dann wirst Du Echt.“

„Tut das weh?“ fragte der Hase.

„Mmh, manchmal,“ sagte das Lederpferd „Aber wenn Du Echt bist, stört es Dich nicht, verletzt zu werden.“

<3


Dieser Beitrag wurde von ASUS inspiriert und unterstützt. Danke <3