Podcast #6: Vielleicht war das der schlimmste Tag meines Lebens

Ich habe eine ganze Woche hin-und-her überlegt, ob ich diesen Podcast nun online stellen möchte oder nicht – deshalb kommt er nun auch erst Mittwoch und nicht Sonntags. Je öfter ich ihn mir anhörte, desto schlimmer fand ich ihn, desto verwirrender, desto bescheuerter. Dann ist mir wieder eingefallen, worum es mir in diesem Podcast eigentlich ging: Nämlich dazu zu stehen, wenn’s einem nunmal dreckig geht. Und gerade ist es einfach nicht leicht – und genau deshalb höre ich mich auch genau so an.

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Ich möchte euch heute von meinem Wochenende im Krankenhaus erzählen, von einer für mich ganz neuen Grenzerfahrung. Davon, wie miserabel es mir ging – und davon, wie ich am Ende doch wieder Tränen lachen konnte. <3

 


 

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Alexis hat gemalt <3

 

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  1. Antworten

    Hannahh

    19. Oktober 2017

    Ich habe mit dir geweint als ich den Podcast angehört habe.
    Ich wünsche dir weiterhin eine gute Besserung.

    Und mach weiter so mit deinen Podcasts. Ich liebe sie!

    Liebe Grüße Hannah

  2. Antworten

    Larissa

    19. Oktober 2017

    Es tut wirklich weh, alleine sich das anzuhören und man leidet wirklich mit dir. Bleib stark und erhol dich! LG aus Berlin, Larissa
    PS: Gruselig ist das schon, dass die Krankenschwestern zu wenig Zeit haben, um völlig überforderte, panische und leidende Patienten zu versorgen …

  3. Antworten

    Esra

    20. Oktober 2017

    Oh mein Gott! Das tut mir so leid :( Ich kann deine Gedanken so gut nachempfinden! Dei Angst ist fast schlimmer, wenn man krank ist, als Schmerzen!!! Ich habe auch mitgeweint beim Hören :(((
    Gute Besserung!!!!!!!!!! <3
    lg
    Esra

    https://nachgesternistvormorgen.de/

  4. Antworten

    Claudia

    23. Oktober 2017

    Liebe Angela, danke, dass du deine Geschichte mit uns geteilt hast. Und weiterhin wünsche ich dir eine gute Besserung, sodass du schnell wieder auf die Beine kommst! Eine OP bzw. ein Aufenthalt im Krankenhaus ist auch immer eine sehr schwierige Situation, die einen vor allem für sich selbst schnell an seine Grenzen bringt. Ich wurde im Februar auch operiert und mir wurde die Schilddrüse entfernt. Das war meine allererste OP in meinem Leben und ich hatte so Schiss wie noch nie. Vor der OP am Morgen saß ich mit den anderen Mädels in meinem Zimmer und habe nur geheult. Die Panik wurde immer größer je näher die Uhrzeit der OP rückte. Die anderen nahmen alles sehr locker und haben auch versucht mich zu beruhigen. Doch das hat alles nicht geholfen und ich saß auch nur schluchzend auf meinem Bett und habe kein Wort rausbekommen. In dem Moment war es mir auch egal, was Jemand anderes über mich dachte (auch die leicht ungläubigen Blicke der Ärzte und Schwestern – schließlich ist das ja keine schwierige Operation). Ich habe mir da im Moment selbst auch viel zu viel Angst und Panik gemacht. Denn als ich wieder ins Zimmer geschoben wurde, alles hinter mir hatte, war die Panik einfach weg. Da habe ich mich im ersten Moment auch über mich geärgert, dass ich das nicht auch etwas lockerer hinbekommen habe. Aber als ich danach noch mal über alles nachgedacht habe, musste es wohl so sein. Ich habe in den 2 Tagen Krankenhaus auch sehr viel über mich gelernt und verstehe mich jetzt in solchen „extremen“ Situationen auch besser. Ähnlich wie dir, fiel es mir auch echt schwer meine Bedürfnisse den Schwestern zu kommunizieren bzw. sich zu „überwinden“ auf den Knopf zu drücken und nach Hilfe zu fragen. Ich weiß nicht, wie ich es hinebkommen habe, doch nach 1 1/2 Tagen ging es mir schon so viel besser, dass ich mich selbst entlassen habe (ich konnte einfach keinen Schlaf im KH finden und sah keine andere Möglichkeit der Besserung, als, dass ich jetzt nach Hause möchte.) Zu Hause angekommen, hab ich mir direkt mein Kaninchen geschnappt und saß wie du lachend und weinend mit dem kleinen Tier im Arm und wusste, ab jetzt wird alles besser. Du hast es geschafft. Manchmal muss man durch so viel Mist und weiß dann erst wieder sein Leben so richtig zu schätzen. So beschissen der Aufenthalt im Krankenhaus für mich war, umso glücklicher bin ich, dass ich es gemacht habe. Denn seitdem geht es mir so gut wie noch nie zuvor. Ich hoffe, dass du aus dieser Erfahrung auch ganz viel Kraft und Mut mitnimmst und alle kommenden Herausforderungen mit einem Lächeln bewältigst und deinen Weg weiter gehst ;) Ganz viel Liebe an dich, deine Freunde und Familie auf diesem Weg!

  5. Antworten

    Michaela

    25. Oktober 2017

    Als ich den Podcast gehört habe, konnte ich deinen Schmerz förmlich fühlen. Ich wünsche dir sehr, dass es dir ganz bald wieder gut geht. So richtig, richtig gut!

  6. Antworten

    Mrs Unicorn

    27. Oktober 2017

    Gute Besserung!

  7. Antworten

    Katharina

    30. Oktober 2017

    Liebe Angela, Danke, dass Du deine Geschichte und deine Gefühle teilst! Im Krankenhaus zu landen ist immer eine Ausnahmesituation und auf einmal wird das Leben wieder auf das Wesentliche runtergebrochen, einfach nur gesund zu sein. Deine ganzen Sorgen haben mich so sehr an meinen letzten Aufenthalt im Krankenhaus erinnert. Vor drei Jahren bin ich ziemlich hart auf mein Schienbein gestürtzt, so dass sich ein riesengroßes Hämatom gebildet hat, was letzendlich auch ’nur‘ ein blauer Fleck war. Aber ich war zu der Zeit komplett allein im Krankenhaus, studierte 800 km entfernt von meiner Heimat und es waren Semesterferien – so konnte mich also niemand besuchen und ich musste selbst irgendwie diese Situation meistern. Mein Bein wurde immer dicker und strahlte in allen möglichen, ekligen Gelb-Grün-Brauntönen. Die Schwestern waren ziemlich rau und rammten mir diverse Spritzen in den Bauch. Auch als ich den Arzt nach einer Tetanus-Impfung fragte, weil ich Sorge hatte, dass Dreck in die Wunde gelangt ist, wurde ich ziemlich angemault. Wenn ich mich so zurückerinnere, war es einfach nur die Hölle – nicht mal ’nur‘, dass der Körper gerade kämpft und man es aussitzen muss, aber das ganze Drumherum, was Du auch meintest, ob man die Schwester nochmal rufen ‚darf‘, was einem gerade verabreicht wird, wer sind überhaupt die Personen, die sich gerade um mich kümmern,.. Ich dachte mir bei deiner Geschichte auch, vielleicht hat sich deine Panik deswegen so hochgeschaukelt, weil Du versucht hast dagegen anzukämpfen. Manchmal muss man die Gefühle und die Situation einfach nur akzeptieren, damit sie wieder abfließen können und etwas Neues kommen kann. Aber dass Du versucht hast, sich auf den Atem zu konzentrieren, war doch schon mal eine gute Technik! Ich glaub, in solchen Momenten ist es so wichtig, bei sich selbst zu sein. Und selbst wenn es Ärzte und ausgebildete Leute sind, hör immer erst auf deine eigene Stimme – Du kennst dich und deinen Körper am Besten! Ich lag nach dem Krankenhaus dann noch einen Monat flach im Bett und musste mich auch irgendwie selbst versorgen. War dann noch ewig mit Krücken unterwegs, hab so oft geweint, weil ich so einsam war und heute noch stimmt die Sensorik im Bein nicht wirklich – wenn ich mit der Hand drüberstreichle, hab ich da immernoch ein taubes Gefühl. Aber im Endeffekt hat es mir gezeigt, dass ich auch das geschafft habe und es immer nur auf mich ankommt, wie ich damit umgehe. Und Du bekommst das mindestens genauso gut hin! Gönn dir schöne Momente, drück deine Lieben noch einmal besonders fest und gib deinem Körper die Kraft und die Zeit, die er jetzt braucht. Ich wünsch dir eine gute Besserung, meine Liebe! <3

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