#MyVeganStory – Wie alles begann

„Schon verrückt, wie du so geworden bist. Früher war für dich eine Mahlzeit ohne Fleisch keine richtige Malzeit“, sagt meine Mutter, und ich nicke zustimmend. So war das wirklich, ich erinnere mich noch sehr gut daran. In der Schule aß ich jede Mittagspause eine Leberkassemmel (so sagt man das in Bayern) mit Mittelscharfen und süßen Senf. Als Kind organisierte meine Mutter zu meinem Geburtstag immer ein „Räuberessen“, da gab es Spaghetti Bolognese und kein Kind durfte Gabel, Löffel oder eine Serviette benutzen. Spaghetti Bolognese war mein absolutes Lieblingsgericht. Während andere sich beim Italiener immer Pizza bestellten, gab es für mich niemals etwas anderes als Bolognese. Ich liebte Fleischpflanzer’l (Bouletten? Laibchen?), Schinkennudeln, Schnitzelsemmel und alles mit Hühnchen. Paprika-Sahne-Schnitzel. Rührei mit Speck. Hühnerbrühe. Vollmilchschokolade! Und mit Käse überbacken schmeckte alles nochmal besser. Tierische Produkte, ganz egal ob nun Fleisch, Eier oder Milch waren meine Hauptnahrungsmittel, es gab nichts was besser schmeckte und nichts, was all das hätte ersetzen können. Vor einiger Zeit habe ich euch erzählt, dass ich in Zukunft auch auf Leder verzichten möchte – und im gleichen Zuge fragte ich euch, ob euch meine Vegan-Geschichte interessieren würde. Wisst ihr, eine Zeit lang glaubte ich, dass sich niemand für all das interessieren würde. Dass dieser Wandel, den ich momentan erlebe, nur in mir selbst passiert und die Außenwelt sicherlich nichts damit anfangen kann – aber ich glaube ich habe mich ziemlich getäuscht. Ich glaube fest daran, dass sich momentan alles langsam aber sicher in eine.. bewusstere Richtung entwickelt. Und ich möchte in Zukunft mehr darüber schreiben. Letztendlich heißt das für mich ja nur, dass ich hier noch mehr ich selbst sein kann. Für mich fühlt es sich einfach richtig an, und das ist momentan alles, was zählt. Was man mit dem Herzen tut, kann nämlich nur gut werden. Und genau deshalb möchte ich euch gerne die Geschichte erzählen, wieso ich so lebe, wie ich lebe und wieso ich so esse, wie ich esse.

Von Tierliebe und Teenager-Trotz

Ich hatte schon immer eine außergewöhnliche, besondere Bindung zu Tieren. Ich fand kein Tier ekelhaft, hatte keine Angst vor Spinnen oder Wespen und war immer sofort abgelenkt, wenn ich etwas flauschiges erspähte. Sherrys Katzenbabys waren mein Ein und Alles, irgendwann einmal wollte ich sogar ein Hausschwein, oder zumindest eine Ente und ein Huhn wie Chandler und Joey. Ich wusste ganz genau, dass ich niemals in der Lage sein würde ein Tier zu töten, und ganz oft, wenn ich mir beim Essen bewusst machte was ich da gerade aß, fühlte es sich falsch an. Totes Tier essen aber ihm nicht beim Sterben zusehen können? Trotzdem aber konnte ich mir niemals vorstellen auf Fleisch zu verzichten, es schmeckte einfach zu gut. Letztendlich glaube ich sogar, dass meine Liebe zu den Tieren damals nicht gereicht hätte. Heute ja, früher als Teenager nicht. Wenn ich heute ganz ehrlich zu mir selbst bin, dann habe ich den Schritt zum Vegetarier nicht einzig und allein aus Tierliebe getan – sondern ein Stück weit auch, um der Masse zu trotzen und gleichzeitig der Szene gerecht zu werden. Vegetarier sein war zu dieser Zeit zwar noch etwas Neues, aber im Vormarsch, und gerade in der Hardcore-Straight-Edge-Szene war es schlichtweg cool. Nun hatte ich also schon zwei gute Gründe auf Fleisch zu verzichten: Weil ich Tiere liebte – und weil es etwas besonderes, fast schon rebellisches war. Meine Freundin Chrissy war die erste Vegetarierin, die ich kannte. Wir führten schon immer eine Art Fernbeziehung, und wenn sie mich besuchen kam, dann blieb sie meistens gleich eine ganze Woche. Chrissy war in allem ein bisschen extremer als ich – Post-Hardcore war damals meine Musik, Chrissy liebte Death Metal und den richtig krassen, fiesen Hardcore, ganz ohne Emo-Boys und Singsang. Sie war lauter als ich, schlug öfter über die Strenge, die Haare waren blonder – und sogar in Sachen Ernährung war sie radikaler als Andere. Damals, so um 2008/2009 rum, war das noch etwas ziemlich seltenes. Wenn Chrissy mich besuchen kam wurde der Speiseplan also umgestellt – sogar meine Mutter nahm Rücksicht darauf und kochte extra vegetarisch. Und so beschloss ich, nachdem ich dank Chrissy mal wieder eine Woche vegetarisch gegessen hatte, doch einfach weiterhin kein Fleisch zu essen. Ich war allerdings zu feige, es bereits nach Außen zu kommunizieren. Es hätte ja sein können, dass ich doch noch einen Rückzieher mache und ich mir dann die Blöße geben müsste es nicht geschafft zu haben – also behielt ich es für mich und kaufte mir schweren Herzens die olle Käsesemmel in der großen Pause. Ich hasste die Käsesemmel.

Vegetarier auf Zeit

Meinen Eltern aber konnte ich es nicht verheimlichen. Immerhin wohnte ich noch Zuhause und meine Mutti war eine gar grandiose Köchin. Ein bisschen tat es mir leid, ihr sagen zu müssen, dass ich weder Fleischpflanzer’l noch Bolognese in Zukunft essen würde – aber letztendlich dachten meine Eltern sowieso, dass das „nur so eine Phase“ sei. Und ehrlich gesagt dachte ich selbst auch, dass das „nur so eine Phase“ sei. Ich konnte Fleisch nicht einfach so komplett aus meinem Gedächtnis streichen und nahm mir deshalb vor, mal „ein paar Jahre vegetarisch zu leben“. Zu wissen, dass ich nicht „für immer“ darauf verzichten würde, dass ich irgendwann mal wieder Mamas Bolognese essen würde, machte mir die Sache sehr viel leichter. Es war ja nicht für immer.

Aber wisst ihr, was mich letztendlich am meisten bestärkt hat in meinem Vorhaben? Was mich dazu brachte, all das ganz bestimmt nicht aufzugeben in näherer Zukunft? Die Reaktionen und Kommentare der Leute um mich herum.

Für mich, in meinem Kopf, war die Entscheidung vegetarisch zu leben die einzig Richtige. Ich wusste, dass es richtig ist, keine Tiere zu essen und Massentierhaltung nicht zu unterstützen, ich wusste, was der übermäßige Fleischkonsum mit unserer Umwelt anstellte – und ich persönlich bewunderte jeden, der vegetarisch oder sogar vegan lebte. Auf etwas so leckeres wie Fleisch zu verzichten zeugt meiner Meinung nach von großer Stärke, von Willenskraft und Durchhaltevermögen. Mir wäre niemals in den Sinn gekommen, jemanden dafür zu verurteilen – umso schockierter war ich über die Reaktionen meiner Umwelt. Niemals wurde es einfach so hingenommen und akzeptiert. Wann immer ich davon erzählen musste („musste“, weil entweder danach gefragt wurde oder ich mich erklären musste, wenn ich auf der Speisekarte nichts fand) wertete mein Gegenüber es als Angriff. „Weißt du, ich versuche, kein Fleisch mehr zu essen.“ „Was soll denn der Blödsinn? Tun dir die Tiere leid oder wie? 

Darf ich vor dir jetzt kein totes Tier mehr essen?“

Mich verwirrte das. Ich wollte doch niemandem sein Essen schlecht machen. Ich hatte doch selber 19 Jahre meines Lebens Fleisch gegessen, da verurteile ich doch niemanden, der es tut. Wieso aber werde ich dafür verurteilt, wieso wird mir mein Essen schlecht geredet? Wie oft ich mir sowas anhören musste. Wie oft ich mir gewünscht hätte, ich könnte mir bitte einfach meinen Salat bestellen ohne mich dafür rechtfertigen zu müssen, warum da kein Hühnchen drauf ist. Wisst ihr, ich bin absolut diskussionsresistent. Ich hasse Diskussionen – und eben deswegen habe ich immer versucht, meinen Vegetarismus einfach niemals zum Thema zu machen. Ich versuchte so ein bisschen der heimliche Vegetarier zu sein – einfach nur, um mein Essen genießen zu können, ohne, dass jemand mich dafür fertig machte. Ich dachte Anfangs also, ich könnte Freunden und Familie von diesem Schritt erzählen – denn wie gesagt, für mein Verständnis gab es nichts Falsches daran, auf Fleisch zu verzichten – aber weit gefehlt. Niemand hatte ehrliches Interesse an diesem Schritt, niemand nahm mich ernst und so etwas wie Akzeptanz erfuhr ich schon gleich gar nicht. Alles, was ich bekam, waren dumme Sprüche, wann immer ich nur in Ruhe etwas essen wollte. Und genau deshalb kam es für mich ab diesem Zeitpunkt nicht mehr in Frage aufzugeben. Dieses völlige Unverständnis brachte mich dazu, es meinem Umfeld erst recht beweisen zu wollen. Oh, und nicht zu vergessen: Irgendwann fand ich außerdem heraus, dass die coole, vegane Scene-Queen, die ich immer bewunderte, sich „unter Freunden“ sehr wohl einen Burger reinfraß. Von wegen Wertvorstellungen – alles nur Schein. Ich wollte niemals so heuchlerisch sein, ich wollte mir selbst niemals etwas vormachen.

 

 

Ich war so oft schrecklich frustriert und sauer. Ich war sauer auf mein Umfeld, dass es mich nicht in Ruhe ließ. Ich war sauer auf die Medien, die alle Vegetarier als hetzende Missionare darstellte. Ich war sauer auf eben diese missionierenden Veganer und Vegetarier, die dachten, es würde irgendwas bringen mit Hass gegen den Fleischkonsum vorzugehen. Es war ein Teufelskreis. Es gab so viele Vegetarier und Veganer da Draußen, die sich tatsächlich bei Tisch über das Essen ihres Gegenüber auslassen mussten – und deshalb ließ man sich jetzt auch an mir aus. Nur deshalb gibt es dieses negative, nervige Bild eines Vegetariers, nur deshalb wurde ich als solcher gesehen und ebenso behandelt. Gott sei Dank aber war ich noch niemals jemand, der Feuer mit Feuer bekämpfte. Ich wusste schon als Teenager, dass man mit Hass und Wut nicht weit kommt, dass man eher sogar das Gegenteil heraufbeschwört. War es bei mir nich genau so? Die Ablehnung der Anderen brachte mich dazu, erst recht nicht aufzugeben. Wieso sollte also jemand, der Fleisch isst, zum Vegetarier werden, wenn man ihm sein Essen schlecht macht? Wenn ich also wirklich der Meinung war, dass das, was ich tat, „richtig“ war – so durfte ich nicht denken, dass jemand, der Fleisch isst, etwas „falsch“ macht. Denn im Prinzip gibt es hier kein Richtig oder Falsch. Nur, weil jemand anders lebt als ich, macht ihn das nicht zu einem schlechteren Menschen. Es stellt ihn nicht unter mich. Egal, wie wütend und frustriert ich manchmal auch war, ich behielt es für mich. Und manchmal wünschte ich mir, die Leuten würden ihre Meinung über mein Essverhalten auch einfach für sich behalten.

(Weiter zu Teil 2)

 


 

Mich würde Deine Geschichte interessieren. Ganz egal, ob du sie hier als Kommentar erzählst, auf deinem eigenen Blog oder oder auf Instagram/Facebook unter #myveganstory. Her damit! Und lasst euch bitte nicht von dem Hashtag abschrecken – natürlich ist auch jeder Vegetarier willkommen, seine Story zu erzählen. :)

 


 

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MYVEGANSTORY

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  1. Antworten

    Marie

    22. Mai 2016

    Hey, ich hab hier noch nie etwas geschrieben, aber heute hab ich mal das Gefühl es muss. :D
    Mit 14 bis fast 18 war ich auch Vegetarier, aber im Gegensatz zu dir mehr aus den falschen Gründen (Essstörung, wollte cool und anders sein) und hab es ebenfalls im Gegensatz zu dir nicht durchziehen können und wieder Fleisch gegessen. Heute mit 20 weiß ich aber dadurch, dass man solche Entscheidungen immer aus den richtigen Gründen treffen muss. Ich nähere mich dem Thema jetzt wieder an, versuche sogar nur noch vegan einzukaufen, auch wenn ich selbstgekochtes von Mutti auch esse, wenn es nicht vegan ist, um zumindest mit meinem Geld diese Dinge nicht mehr zu unterstützen. Aber jetzt wo ich merke, dass ich es nach und nach, bewusst und aus den richtigen Gründen tue, merke ich auch, dass es länger anhalten wird, dass es richtig ist und bleiben wird. Deswegen würde ich auch nie zu diesen missionierenden Vegetariern und Veganern gehören, denn durch Hass und Kritik bringt man die Leute nicht dazu darüber nachzudenken, denn dann würden diese es aus den falschen Gründen tun. Also versuche ich einfach mit gutem Beispiel an die Sache ranzugehen, zu zeigen, dass man auch vegan nicht verhungert, dass es seeeehr viele leckere Dinge gibt und dass es mir gut geht und es mir an nichts fehlt. Ich glaube so wird man das Umfeld eher dazu bringen an dem eigenen Konsum arbeiten zu wollen.

    Mir persönlich würde es schon reichen, wenn die Menschen wenigstens weniger Fleisch kaufen würden. Ich arbeite neben dem Studium an der Kasse und sehe immer wieder wie Leute jede Woche mehrere Kilos Fleisch, Wurst, Käse und und und kaufen. Und am Ende des Bandes liegt dann eine einsame Gurke und eine Paprika. Muss es so viel sein? Muss es zu jeder einzelnen Mahlzeit ein totes Tier geben? Muss man sich, wenn man schon ein totes Tier kauft, ein Tier das dafür gelitten hat auch noch über den „hohen“ Preis beschweren? Ich finde das krank ehrlich gesagt.

    Ich freue mich bald mehr von dir zu diesem Thema zu hören und wünsche dir ein tolles respektvolles Umfeld. :3

  2. Antworten

    Leonie

    22. Mai 2016

    Liebe Angela,
    ich fand deine Geschichte bis zu diesem Punkt sehr interessant – und auch sehr schön geschrieben. Ich freue mich schon auf Teil 2.
    Zum großen Teil kann ich wirklich mit dir mitfühlen. Ich bin seit Anfang des Jahres vegan und habe davor immer gern Fleisch und tierische Produkte gegessen, auch wenn es in den letzten Jahren weniger wurde. Mir ist es auch sehr negativ aufgefallen, wie oft man sich rechtfertigen muss dafür, dass man auf gewisse Dinge verzichtet – einfach weil man denkt, dass es besser für die Umwelt, die Tiere und auch für einen selbst ist. Das schockiert mich teilweise immer wieder, dass man dafür immer noch seltsam angeguckt wird. Aber ich hoffe ehrlich gesagt, dass sich unsere Gesellschaft Schritt für Schritt zu mehr Bewusstsein und Akzeptanz bewegt! Denn mir geht es in einer Sache exakt so wie dir: Ich hasse Diskussionen. Ich will niemanden von meiner Lebensweise überzeugen und will keinen Streit, aber ich freue mich, wenn jemand mein Essverhalten sieht, es gut findet und darüber nachdenkt, es auch zu tun.
    Liebe Grüße an dich
    Leonie von glowing

  3. Antworten

    Josie

    22. Mai 2016

    Ich bin noch ganz frisch ein pflanzenesser, ich bin 20 und früher hab ich mich bewusst immer von Vegetariern und Veganern ferngehalten, weil ich ganz genau wusste, wie Recht ‚die‘ haben. Trotzdem wollte ich nicht auf mein liebstes Essen verzichten und da war zumindest überall Fleisch drinne.
    Mit 18 habe ich dann Tiere essen von Jonathan Safran Foer gelesen und eigentlich finde ich, dass man dann gar nicht anders kann. Es gibt für mich einfach keine Argumente mehr, die für den Fleischkonsum sprechen, okay, der Geschmack, aber damit stellt man einfach seinen persönlichen Luxus (für mich ist Fleischessen eine Form von Luxus) über das Leben von Lebewesen und das ist total verunverhältnismässig.
    Dass ich, als ich ausgezogen bin, mit einer Veganerin zusammen gezogen bin hat aufjedenfall geholfen, denn so hab ich mich quasi an sie gehängt und einfach mitgemacht und inzwischen find ich meine Bolognese mit Soya absolut super und mir fehlt nix. Ich geben zu, dass ich, wenn ich betrunken nachts den Döner rieche schon mal schwach geworden bin, aber ich geb einfach weiterhin mein bestes. Ausserdem gibts hier in Berlin aber auch so viele affengeile alternativen, vego, doe Chaostheorie, und und und

  4. Antworten

    Sandy

    22. Mai 2016

    Liebe Angela,

    in deiner Geschichte erkenne ich soviele Parallelen zu meiner eigenen und wohl auch zu zahlreichen anderen, die im Laufe der Zeit gehört habe.

    Seit nunmehr 7 Jahren esse ich kein Fleisch mehr. Das Wort Vegetarier vermeide ich dabei ganz bewusst, denn zu sagen „ich bin Vegetarier“ sagt einerseits viel zu wenig aus und impliziert auf der anderen Seite so viel Falsches, denn ich bin weit mehr als dieses eine Wort.

    Mein Respekt für jedes Lebeswesen ist einfach zu groß, um es ohne Weiteres zu töten, dazu zähle ich auch Insekten und Spinnen. Meine Liebe zu Tieren ist so groß, dass ich es nicht mit meinen Gewissen vereinbaren könnte sie zu essen. Meine Achtung vor mir selbst und der Realität ist mir so wichtig, dass es für mich nicht in Frage kommt wissentlich unsere Umwelt auszubeuten, nur damit ich satt werde. Doch eigentlich möchte ich gar nicht auf meine eigene, eher unspektakuläre Story eingehen, denn was mich an dieser Sache viel mehr bewegt sind die negativen Begegenungen.

    Ja ich esse keine toten Tiere und nein, das bedeutet nicht, dass ich andere,die es fun verurteile, denn bin nicht perfekt, ich bin kein Gutmensch und allem vorran; ich bin nicht esser als ihr. Doch genau das erwarten Menschen, wenn man Vegetarier ist oder sogar Veganer.

    Wie oft ich insbesondere von „Veganern“ verurteilt wurde, weil ich nicht direkt auf alle tierischen Produkte verzichte, wie Milch, kann ich nicht mehr zählen. „Dabei musst doch gerade du es besser wissen“, durfte ich mir dann anhören.

    Falsch,denn eigentlich solltet (nicht müsst) ihr es besser wissen.
    Denn ihr seid kein Missionare, ihr solltet Menschen nicht verurteilen, nur weil sie nicht all umfassend in euer Bild passen. Ihr solltet sie nicht zwanghaft und unter Druck bekehren wollen.

    Warum nicht dankbar sein, für jedes menschliches Wesen, das seinen Beitrag leistet? Ich bin persönlich bin es. Ich bin dankbar für jeden Menschen,der auf Fleisch oder tierische Produkte verzichtet, ganzheitlich oder halbtags. Ich bin dankbar für jeden Menschen, der sich gegen Billigfleisch und für qualtitativ hochwertiges Fleisch entscheidet. Ich bin sogar dankbar für jeden Menschen auf dieser Welt, der seinen Verstand benutzt und auch nur für eine Sekunde seine Ernährungsweise in Frage stellt. Denn so fängt es an und darauf sollte man aufbauen.

  5. Antworten

    Andrea

    22. Mai 2016

    Ich lebe weder vegan noch vegetarisch, aber man erlebt dieses Verhalten auch in anderen Lebenslagen. Ich trinke nämlich keinen Alkohol. Noch nie. Ich hab hier und da mal was probiert, festgestellt, dass das alles nicht schmeckt und habe beschlossen nichts zu trinken, ohne jemals betrunken gewesen zu sein. Jetzt trinke ich seit mehr als vier Jahren (bin 22) gar nichts mehr. Das interessiert aber keinen. Bin ich auf einer Party, stoße ich auf völliges Unverständnis. Werde ich gefragt „Möchtest du auch was trinken?“ und ich antworte „Eine Cola wäre toll“, dann kommt mein Gegenüber mit ’nem Charly zurück. Sogar meine Familie ignoriert das Ganze. Ich bekomme Sekt hingestellt, ich werde auf jedem Familientreffen gefragt, ob ich wirklich „GAR NICHTS“ trinke und der Satz „Ach komm, wenigstens ein Glas“ kommt mir inzwischen zu den Ohren raus. Dass meine Freunde das nicht akzeptieren, nervt mich schon ziemlich, aber okay, für einen Mittzwanziger, der selbst gerne trinkt, ist so ein Verhalten vielleicht schwer zu verstehen. Aber meine eigene Familie?! Sollte mein Opa nicht stolz darauf sein, dass er eine Enkelin hat, der man zu jeder Tages- und Nachtzeit ein Auto leihen kann? Sollte er sich nicht freuen, dass ich garantiert nie besoffen 10km nach Hause laufen muss (bei uns auf dem Land fahren zu solchen Zeiten keine Busse)? Sollte er. Tut er aber nicht.

  6. Antworten

    Alexa

    22. Mai 2016

    So schön geschrieben!
    Ich habe mich damals mit 12 Jahren gegen eine Ernährung mit Fleisch entschieden. Damals War das bei uns in der Kleinstadt noch was exotisches und in der Schule wurde ich oft komisch angeschaut.
    Mittlerweile bin ich in Schweden (Austauschjahr) und meine Gastschwester ist Veganerin. Seit einem Jahr esse ich also auch hauptsächlich vegan und mag es sehr.
    Wenn ich wieder nach Dtl. komme möchte ich versuchen mich weiterhin mehr vegan zu ernähren. Mal sehen wie meine Eltern darauf reagieren…

    Freue mich auf Teil 2!
    Liebe Grüße aus Schweden,
    Alexa

  7. Antworten

    Francii

    22. Mai 2016

    Ich habe die letzten 2-3 Monate versucht, das Fleisch mal wieder weg zu lassen. Ich habe schonmal über ein Jahr als Vegetarier gelebt und auf sonst esse ich eigentlich immer eher weniger Fleisch. Wenn man aber komplett aufhört, muss man sich immer erklären, wie du es oben auch schon sehr gut beschrieben hast. Ich muss sagen, dein Post macht nur noch mehr Mut, damit weiter zu machen, obwohl das komplette Umfeld einen runter zieht! Dein Post ist in keinster Form ein Appell, aber trotzdem finde ich ihn sehr unterstützend! ( ich weiss nicht ob das wirklich das richtige Wort dafür ist was ich sagen will, aber es kommt ungefähr hin denke ich) Auch Vegan sein halte ich für eine super Sache, mit der ich mich (momentan) aber noch nicht weiter auseinander gesetzt habe, da ich gerade Abitur schreibe und dadurch genug zu tun habe. Aber danach möchte ich vegane Ernährung unbedingt testen! Einfach allein aus dem Grund heraus, wie leid mir beispielsweise Kühe tun, die den ganzen Tag nur festgebunden in ihrem Stall stehen und ausser Fressen und gemolken werden nichts sehen und vorallem ihre jungen abgenommen bekommen…
    Aber wie du schon sagst, habe auch ich das Gefühl, dass viele Menschen momentan bewusster werden, auch wenn es noch viele Menschen gibt die einen mit Ablehnung strafen.

  8. Antworten

    Anna

    22. Mai 2016

    Wirklich ein schöner Artikel! Ich habe erst vor kurzem beschlossen meine Ernährung nach und nach um zu stellen um vegan zu werden, einfach weil ich meine Augen nicht mehr verschließen kann und will.
    Eine Frage hätte ich jedoch an dich: inwiefern achtest du darauf das deine Kleidung vegan ist? Also abgesehen davon dass du Leder meidest?
    Und inwieweit ist es dir wichtig zu wissen wo und wie dein Kleidung produziert wurde? Ich meine wenn dir wichtig ist wie Tiere behandelt werden sollte es ja auch wichtig sein wie die Menschen behandelt werden, die deine Kleidung machen.
    Das ist nur ein Thema das mich in letzter Zeit sehr beschäftigt hat, würde mich freuen wenn du etwas dazu sagst :)

  9. Antworten

    Judith

    22. Mai 2016

    Ein wirklich schöner Artikel, der mich mal wieder sehr zum Nachdenken gebracht hat. Wie hat das eigentlich bei mir angefangen?
    Ich war 15 oder 16 als mir klar wurde, dass ich wirklich verdammt viel Fleisch esse. Auf dem Schulbrot, Mittags und oft auch noch abends. Reduzieren- so viel war mir klar- würde nicht gut funktionieren. Ganz oder gar nicht. Und so habe ich die Fastenzeit genommen, das ganze mal auszuprobieren. Kein Fleisch, höchstens einmal die Woche Fisch. Na ja, danach habe ich erst einmal eine Woche oder so wieder Fleisch gegessen, weil ich dachte, ich hätte es so vermisst, aber irgendwie ist mir dann klar geworden: Ich brauche das nicht. Ich kann wirklich ohne Fleisch leben. Und so bin ich dann wirklich Vegetarierin geworden. Für meine Verwandten war das schon ein Schock- es gab doch zu jedem Anlass Fleisch- und für meine Mama auch anfangs ziemlich schwierig: Was sollte sie denn immer kochen?
    Außerdem habe ich ziemlich viel Kritik dafür bekommen, obwohl ich – genau wie du- doch niemandem unbedingt erzählen wollte, dass ich vegetarisch esse. Nur auf Nachfrage. Und dann gingen die Rechtfertigungen los „der Mensch ist Fleischfresser“, „es schmeckt eben so gut“.. usw. Ihr kennt das. Dabei wollte ich doch nur kein Fleisch mehr essen und niemandem vorschreiben, was er selbst zu essen hat. Und hätte gedacht, dass es damit getan wäre.
    Selbst meine damals beste Freundin dachte, ich gehe eben dem Trend nach, aber ziehe das nie durch. Nunja. Nun bin ich seit über drei Jahren Vegetarisch (meine Familie übrigens weitgehend ebenfalls), esse so oft es geht vegan und taste mich immer mehr ans vegan sein heran. Und für mich zählt dabei jeder kleine Schritt.

    Ein Zitat aus „The Fault in Our Stars“ hat mich damals noch mehr motiviert:
    „I want to minimize the number of deaths I am responsible for.“

    Liebe Grüße :)

  10. Antworten

    Leni

    23. Mai 2016

    Ich finde das hast du wunderbar geschrieben! Ich selbst lebe nicht vegetarisch, zumindest nicht vollkommen. Zuhause koche ich nicht mit Fleisch und auch so gibts das bei mir eigentlich eher nie auf dem Teller. Von meinen Eltern darf ich mir deswegen oft anhören, dass ich dann aber auf jeden Fall drauf achten muss,dass ich genug esse und auch ausreichend Proteine zu mir nehmen muss. Klar, da achte ich auch drauf.
    Wenn ich bei meinen Eltern bin esse ich jedoch auch das eh schon gekaufte Fleisch mit. Das ist dann so dieses „bevor man es wegschmeißt esse ich es lieber“ außerdem schmeckt es ja auch. Kaufen muss ich es mir aber nicht unbedingt. Zwischendurch mal eine Currywurst. Als absolutes Seelenfutter. Aber sonst kann ich auch gut ohne Fleisch auskommen.
    Meine Cousine lebt seit geraumer Zeit vegan, und macht da keinen Wind drum. Auch alle anderen Veganer, die ich kenne, machen da keinen großen Wind drum. Klar, die sagen, dass sie es sind, wie soll man sich denn sonst beim Kochen drauf einstellen? Aber sie versuchen nicht zu missionieren. Das ist glaube ich auch einfach noch so ein älteres Bild, das den Veganern immer wieder vorgeworfen wird. Ich glaube viele sind heutzutage nicht so.
    Liebe Grüße :)

  11. Antworten

    Faye

    23. Mai 2016

    Ich glaube meine Geschichte passt hier sehr gut rein. Seit mittlerweile 15 Jahren lebe ich vegetarisch, ich bin 21. Mit 6 habe ich ein Lied gehört bei dem es darum ging wie ein Schwein zum Schnitzel wurde, seit da hab ich nie mehr Fleisch gegessen. Meine Eltern beide schon, aber meine Mama hat seit da immer etwas ohne für mich gekocht und es nie an die grosse Glocke gehängt. Klar kamen manchmal doofe Sprüche, aber ich hatte nie Probleme mir was zu essen zu finden. Irgendwie kenn ich es jetzt einfach gar nicht anders, ich kann mich auch gar nicht daran erinnern wie Fleisch schmeckt und werde das auch in Zukunft bestimmt so behalten =)

    Liebe Grüsse
    Faye

  12. Antworten

    Lea

    23. Mai 2016

    Ich freue mich sehr auf den zweiten Teil! Das hat mich auch zum Nachdenken über meine eigene Geschichte gebracht, obwohl ich oft genug gefragt werde, warum ich keine Tierprodukte essen möchte.
    Gerade letztens wurde ich von meiner (neuen) Mitbewohnerin gefragt, ob ich einen Joghurt möchte. Das normale „nein, danke“ hat sie nicht akzeptieren wollen, also hab ich noch gesagt, dass ich eher keine Tierprodukte esse. Sie wollte mir nicht glauben, dass Tiere auch für Tierprodukte außer Fleisch leiden müssen. Sie meinte, dass ich das nicht beurteilen könnte, weil sie schon mal einen „normalen“ Kuhstall gesehen hat und ich nur einen Biohof kenne. Ich war so sauer, dass es tatsächlich noch solche Ignoranz in unserer Welt gibt (ich dachte, dass alle mittlerweile wissen, dass Tierprodukte schlecht produziert werden und sie trotzdem essen – das finde ich okay, solange man das Bewusstsein hat), aber wollte mich dann auf keine Diskussion einlassen. „Choose your battles“ und so. Sie wird ihre Meinung ohnehin nicht ändern.
    Meine Geschichte ist so: ich habe es als Kind absolut geliebt, stundenlang bei meinen Großeltern im Kaninchenstall zu sitzen. Einmal im Jahr war er dann immer leer. Irgendwann ist mir dann die Verbindung zum (blutig) vollen Tiefkühlschrank klar geworden und von da an wurde das Fleisch immer weniger und ich habe nur das Fleisch gegessen, bei dem ich wusste, von welchem Hof es kommt. Als ich dann ins Ausland zu einer Gastfamilie gegangen bin, habe ich ganz aufgehört. Meine Familie fragt bis heute noch „Aber Kind, was ist du denn dann?“ Es macht mich kaum was glücklicher als ein Kilo Brokkoli mit Chilisauce als Abendessen..
    Seit einigen Jahren habe ich Lebensmittelallergien (wie Gluten), die mich schon sehr einschränken. Zu Hause esse ich vegan, aber woanders fällt es mir schwerer, gerade weil ich das Leben meiner Freunde nicht umständlicher machen möchte, wenn ich irgendwo zum Essen eingeladen bin oder wir ein Restaurant zum Essen suchen – dumm eigentlich, da meine richtigen Freunde das auch akzeptieren, dass es mit mir eben ein wenig komplizierter ist zu essen. Wie auch immer, bei mir gibt es (ähnlich wie in deiner Geschichte) kaum ein Essen, in dem sich nicht über Veganer und Vegetarier beschwert und „ich will Steak“ gerufen wird. (Ähnlich geht es auch zu, wenn ich nicht bei H&M etc. einkaufen möchte.. Meiner Meinung nach hängt es alles ganz logisch mit dem bewussteren Leben zusammen.)
    Ich lebe seit Jahren im Ausland und habe ganz deutlich erfahren, dass jede Kultur das ganz anders sieht. So habe ich mich zum Beispiel in die Teile Indiens verliebt, in denen wenig Tierprodukte zum Alltag zählen. Mir fehlen manchmal Gleichgesinnte in meinem Umfeld und da sehne ich mich schon nach solchen Kulturen, wo ich einfach essen kann, was ich will.
    Angela, ich liebe deinen Blog und der wird in den letzten Monaten einfach nur besser! Vielen Dank, dass du uns immer wieder in deine Gedanken mitnimmst.

  13. Antworten

    Corinna

    23. Mai 2016

    Liebe Angela

    das hast du wirklich sehr schön geschrieben! Ich folge deinem Blog schon seit Jahren und bin erst gerade wieder zufällig darauf gestoßen und muss sagen, ganz tolle Entwicklung!
    Auch deine VeganStory find ich sehr spannend und kann es gut nachempfinden.
    Ich habe mit 11 angefangen, mich vegetarisch zu ernähren; teils meiner großen Schwester nacheifernd, teils aber auch aus Tierliebe, weil ich mal mit ansehen musste, wie ein Schwein in unserem Dorf geschlachtet wird. Grausig!
    Seit gut 2 Jahren ernähre ich mich mittlerweile vegan (1.5 davon sehr strikt; mittlerweile mit einigen Ausnahmen hinsichtlich Bio-Milchprodukten, aber nie wieder Fleisch) – und motiviert wurde ich durch eine liebe Kollegin- jemand, der mit Herz und Blut dahinter stand und genauso missionarisch ist wie du beschreibst. Wobei sie immer mit ganz viel Wissen punkten konnte bzgl. Gesundheitsaspekten usw und dann habe ich von einem auf den anderen Tag umgestellt. weil die ganze Tierproduktion, auch für Milchprodukte, einfach ganz furchtbar und unethisch ist. Also einerseits- natürlich können solche Leute nerven, aber andererseits weiß ich, dass sie schon viele Menschen dazu bewegt hat, sich mit dem Thema zumindest kritisch auseinander zu setzen und so manch einen positiv beeinflusst hat.
    Ich dränge niemandem meine Meinung auf, aber wenn mich jemand fragt, fühle ich mich auch schon manchmal leicht missionarisch- je mehr man sich mit dem Thema beschäftigt und Dokus anschaut, desto verständnisloser werde ich bei so manchem Omnivor. Jeder soll tun und lassen was er will, aber es fällt mir schwer, bei Nachfrage unparteiisch oder komplett objektiv zu bleiben. Gleichzeitig nerven mich aber auch die ganzen „Besserwisser“, die es total witzig finden, mein Essverhalten satirisch zu kommentieren.
    Ist aber auch ein emotionales Thema :) und auf so vielen Ebenen, sei es Tierschutz, Umweltschutz oder Gesundheit, total wichtig.
    Ganz liebe Grüße und ich bin gespannt auf Teil 2!

    Corinna von http://www.kissenundkarma.de

  14. Antworten

    Käte

    24. Mai 2016

    Das Problem mit dem Rechtfertigen kenne ich, Anfeindungen hab ich zum Glück nie so wirklich erlebt, eher blödes Gestichel, das hat mich aber ehrlich gesagt immer kalt gelassen. Die Medien streuen ein Bild zugunsten der Industrie. Aber jeder soll doch das essen, was er mit sich vereinbaren kann, und wenn jemand meint 20 kg Fleisch die Woche essen zu müssen, so ist das eben seine Entscheidung. Und wenn dir einer mit Mangelernährung kommt, verdrehe ich zwar jedes Mal innerlich die Augen (letztens fragte eine Freundin, ob ich denn wieder Fleisch essen würde, wenn ich schwanger sei), aber wie gesagt, wir haben uns ja dafür entschieden und finden es gut so :)
    Ich denke, was die Leute so „wütend“ macht, ist die Tatsache, dass nicht nachgedacht wird, denn würden sich diese passionierten Fleischfresser genauer über das informieren, was sie zu sich nehmen, wäre die Welt vielleicht ein Stückchen anders (soviel zum Thema ich esse nur, was ich selber töten würde). Daher versuche ich mich auch für mehr Transparenz und aktives Informieren einzusetzen. Und zum Verzicht gehören ja oft noch viel mehr Komponenten, zum Beispiel Nachhaltigkeit.
    Ich finde deine Geschichte toll, weil du gelassen bleibst und dein Ding machst. Lass dich nicht ärgern von „Fleisch-Missionaren“.

  15. Antworten

    Alissa

    24. Mai 2016

    Eine richtig coole Sache, die du mit dem Hashtag ins Leben gerufen hast! Ich bin selbst seit über 5 Jahren Vegetarierin und kann alles, was du beschrieben hast, so unterschreiben. Es nervt so unglaublich sehr, wenn immer alle diskutieren müssen oder denken, ich hasse jetzt jeden, der Fleisch ist. Quatsch!
    Danke für diesen tollen Post .<3
    Alissa
    http://www.alissaloves.de

  16. Antworten

    Blaine

    24. Mai 2016

    „Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.“

  17. Antworten

    Maria Anna

    24. Mai 2016

    Boa Angela, du sprichst mir so aus der Seele! Ich verzichte „erst“ seit 5 Monaten auf Fleisch und bin trotzdem schon ganz schön stolz. Auch ich fand es schon immer toll, wenn Menschen auf tierische Produkte verzichtet haben – für mir waren sie moralisch, stark und konsequent, machten die Welt ein klein wenig zu einem besseren Ort. Aber ich? Nein, ich könnte das doch nicht!

    Nach Weihnachten überlegte ich, wann ich zuletzt kein Fleisch gegessen hatte und war schon fast beschämt, wie viel Fleisch ich über die Feiertage einfach so in mich hinein gestopft hatte. Also dachte ich, ich esse erst einmal eine Weile kein Fleisch, um wieder weniger Fleisch zu essen und mir bewusst zu machen, wie viel Fleisch ich eigentlich esse. Tja. Nur irgendwie verging mir die Lust dann ganz.

    Ich fand es toll, auch etwas gutes für die Umwelt zu tun, dass keine Tiere mehr für meinen Konsum sterben mussten – ich fühlte mich richtig gut. Fit und nicht so voll nach dem Essen. Ich variierte wieder viel mehr Speisen und war auch viel länger satt. Ich beschloss ziemlich schnell, auch in Zukunft kein Fleisch essen zu wollen, was mir manchmal schwer gefallen ist. Oft war es aber nur genereller Hunger, der diese Lust auf ein Steak ausgelöst hat, keine mangelnden Nährstoffe. Als Hilfe habe ich mir am Anfang dann eine Pilzpfanne oder etwas anderes gemacht, um zu gucken, ob es wirklich Bedarf nach Fleisch ist oder nur Appetit auf etwas Herzhaftes. Bisher war es immer Appetit :)

    Meine Familie, viele Bekannte und überzeugte Fleischesser fragen mich auch heute immer und immer wieder, haken nach, machen Scherze und Witze – viele aber auch aus Interesse. Der Rest ist mir einfach egal. Ich frage ja auch niemanden: „Musst du wirklich den Salat mit Hähnchen bestellen?“ Viele Freunde unterstützen mich aber auch sehr lieb, sind zum Teil selbst Vegetarier und standen mir gerade am Anfang mit Rat und Tat zu Seite. Nur den Sprung zum veganen Essen habe ich noch nicht geschafft – aber das ist sicherlich auch nur ein „Ich? Das könnte ich nicht!“ Deshalb freue ich mich auch schon sehr auf Teil 2 deines Beitrags :)

  18. Antworten

    Liz

    25. Mai 2016

    Hallo Angela,
    ich bin mittlerweile seit knapp 8 Jahren Vegetarierin. Ich hab mich mit 12 auf einer Ferienfreizeit gegen Fleisch entschieden, da ständig Witze über Pferdefleisch in Burgern gemacht wurden, und alle haben sich geekelt. Da kam mir der Gedanke, warum ekeln sich alle vor Pferdefleisch, aber nicht vor „normalem“ Rindfleisch. Das war der Moment, wo mir zum ersten Mal bewusst wurde, dass egal welches Fleisch, ich keine Tiere mehr Essen möchte. Damals, 2008 gab es außer mir niemandem im Freundeskreis oder in der Schule der/die ebenfalls vegetarisch lebte. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht mehr genau, wie das damals war, oder wie die Reaktionen waren, weil ich es kaum jemandem erzählt habe.
    Ich kann mich aber daran erinnern, dass es auch da schon vegetarische Ersatzprodukte gab, die haben aber echt noch grausig geschmeckt, da hab ich lieber ganz verzichtet.

    Heute bin ich eigentlich nie diejenige, die das Thema Vegetarische Ernährung aufwirft, das sind meistens Freunde die das dann beim Essen irgendwie erwähnen. „Ja die Liz, die isst ja kein Fleisch“ oder so.

    Ich bin froh, dass ich mich damals gegen Fleisch entschieden habe, und wenn ich doch mal Lust auf ein Schnitzel etc kriege dann gibts ja die veganen Alternativen, ob die jetzt so echt schmecken oder nicht ist mittlerweile auch egal, da ich aufgrund der langen fleischfreien Zeit eh nicht mehr weiß wie die Sachen schmecken.

    Meine Schwester ernährt sich mittlerweile vegan, und vom Gewissen her finde ich das auch viel besser, allerdings bin ich dafür zu inkonsequent und auch wenn ich die ganzen schlechten Seiten der Milch/Käse/Eier-Industrie kenne, schaff ich es trotzdem nicht auf diese Sachen zu verzichten, da es mir leider echt gut schmeckt. Ich versuche jedoch schon seit einiger Zeit so wenig Eier (und Produkte mit Ei) zu essen (:

    Ich folge dir schon seeehr lange, bestimmt schon 5 Jahre, und fand es auch immer sehr sympathisch, dass du Vegetarierin warst (:

    Liebe Grüße Liz

  19. Antworten

    Verena

    1. Juni 2016

    Hallo Angela,

    auch ich habe hier noch nie etwas geschrieben, bin aber durch deinen Text jetzt motiviert dazu.
    Ich ernähre mich seit nun über 8 Jahren vegetarisch. Genau wie du habe ich super gern Fleisch gegessen und dies auch fast täglich. Dann musste ich für die Schule ein Referat machen, in dem es um Massentierhaltung ging. Da sah ich dann viele Dinge die mich einfach dazu bewegten, einen Monat ohne Fleisch zu leben. Die ersten drei Wochen waren schwer, doch dann hatte ich mich so daran gewöhnt das aus dem einen Monat 8 Jahre geworden sind. Und daran hat sich und wird sich auch nichts mehr ändern.
    Es geht mir dabei einfach auch darum, dass ich kein Tier „in mir“ haben möchte.
    Zudem hab ich vor kurzem meine Blutwerte untersuchen lassen. Meine Ärztin meinte ah als junge Frau und Vegetarierin haben sie sicherlich einen Eisenmangel. Ich war schon ganz geknickt und genervt, weil ich dachte nicht vollständig gesund zu sein mit meiner Ernährung, wobei ich immer versuche darauf zu achten. Dann kamen die Ergebnisse und meine Ärztin konnte mir mitteilen, dass ich super gute Werte habe. Ich muss zugeben, dass mich das gegenüber meiner Ärztin und auch vielen Kritikern mit einer gewissen Genugtuung erfüllte. Viele sagten, man könne nicht gesund leben ohne Fleisch und dann hatte ich für diese durch meine Blutwerte den Beweis!
    Ich danke dir für deinen Post und freue mich seit Jahren sehr über Beiträge von dir!
    Ganz liebe Grüße Verena

  1. Antworten

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