5 Dinge, die du tun kannst, um deinen Tag zu retten

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Ich glaube ganz fest daran, dass ich besonders gut tanzen kann, weil ich manchmal traurig bin. Ich finde mich immer seltener wieder zwischen harter Selbstkritik und Antriebslosigkeit – ich habe gelernt, im Regen zu tanzen. Und Übung macht ja bekanntlich den Meister. Ich werde so langsam eine Meisterin darin, mir selbst Gutes zu tun. Ich kann gar nicht mehr anders. Lebe ich nur einen Tag lang komplett unbewusst, zahlt es mir mein Schlaf heim. Heute möchte ich euch erzählen, was ich an grauen Tagen tue, um für mich selbst da zu sein.

 

Betrachte dich von Außen

Niemand wird jemals so hart mit dir ins Gericht gehen wie du selbst. Manchmal erwische ich mich dabei, wie ich in Gedanken (oder manchmal sogar laut) Dinge zu mir sage, die ich niemals zu einem anderen Menschen sagen würde. Weil sie einfach viel zu gemein sind. „Mann, siehst du scheisse aus.“ – „Du hast schon wieder nichts hinbekommen heute.“ – „Leg‘ dich am besten gleich wieder hin, der Tag ist sowieso schon gelaufen.“ Ich habe gelernt, mir in solchen Situationen eine gute Freundin vorzustellen. Wenn eine gute Freundin so etwas zu sich selbst sagen würde, würde ich sie doch in den Arm nehmen. Ich würde ihr sagen, dass sie wunderschön ist, niemand so hohe Erwartungen an sie stellt und, dass der Tag noch alles für sie bereithält. Wenn eine Freundin mir erzählt, es gehe ihr schlecht, dann bin ich da, mit allen Sinnen. Und hey, ich bin doch ein guter Mensch, wieso sollte ich nicht ebenfalls diese Liebe verdient haben? Eine Freundin muss keine Aufgaben erfüllen, um von mir geliebt zu werden. Eine Freundin sieht in meinen Augen immer wunderschön aus, denn sie ist meine Freundin. So fällt es mir leichter, mir selbst zu verzeihen. Denn niemand anderes denkt so über mich – also muss ich es auch nicht.

 

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Geh mal wieder raus

Wenn mich die eigenen vier Wände erdrücken, gehe ich raus. Ich spaziere fast täglich in den Park nebenan (in der Hoffnung auf ein paar Hunde zu treffen, ich geb’s zu). Am Schönsten aber ist es, weiter raus zu fahren, die Stadt mal hinter sich zu lassen. Hier in München muss ich mich nur in die S-Bahn setzen und bis zu einer Endstation Richtung Süden fahren – und schon bin ich im Wildpark Poing oder in Wolfratshausen an der Loisach. Im Sommer kannst du sogar das Fahrrad mit einpacken – von Kreuzstraße aus bist du damit in 10 Minuten an der Kamelfarm (Kamele! Alpakas! Esel! Zicklein! :D). Oder vielleicht hat sogar jemand gerade ein Auto und fährt mit mir zum Eibsee, zum Plansee, zum Seebensee (ich merke, ich muss mal einen Post darüber schreiben). Ein Tag in der Natur kann gar nicht schlecht werden. Ich habe für mich gemerkt, dass ich das wirklich brauche alle paar Wochen. Die Ruhe und die Luft und die Sonne. Ich bin mir sicher, dass es überall schöne Flecken gibt für eben diese Ruhe, ganz egal, wo du wohnst. Such danach! Frag deine Eltern, deine Oma, das Internet (oder mich). Und wenn keiner mitwill? Fahr allein. Manchmal ist alleine rausfahren sogar noch heilsamer.
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Angela & Doe. Ihr wisst schon. Das war übrigens im Wildpark Poing. :)

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Mach‘ einen Kopfstand

Okay, das klingt erstmal komisch. Ist für mich aber zum wahren Wundermittel geworden, quasi zur Ersten Hilfe bei schlechter Stimmung. Drehst du deine Welt für eine Zeit lang um, wandert das Blut in deinen Kopf – und wenn du jetzt noch ruhig atmest, versorgst du dich mit sehr viel mehr Sauerstoff als normalerweise. Dein Herz kann sich ausruhen, denn es muss nicht mehr so viel Arbeiten um dein Hirn mit Blut zu versorgen. Außerdem erfordert so ein Kopfstand einiges an Konzentration und Balance – du zwingst dich selbst also dazu, dich kurzzeitig nur auf diese eine Sache zu fixieren und ganz genau auf deinen Körper zu achten. Eine Fähigkeit, die vielen von uns verloren haben. Kurz gesagt: One Kopfstand a day keeps the doctor away, oder so.

Bis vor ein paar Wochen habe ich noch niemals einen Kopfstand ausprobiert – weil ich ein ziemlicher Angsthase bin. Als erstes haben ich mir den Tripod Headstand beigebracht (immer gegen eine Wand, so fühlte ich mich sicherer) – hier kannst du die Balance sehr viel leichter halten, indem Kopf und Arme quasi ein dreibeiniges Stativ bilden. Hier gibt es ein tolles Tutorial von Patrick Beach.
Die ersten paar mal habe ich nichts anderes getan, als mich – sicher am Boden – in der Kopfüber-Postion sicher zu fühlen. Ich habe mir die Welt erstmal anders herum angesehen. Dann legte ich irgendwann meine Beine auf den Ellbogen ab (Minute 1:40) – und auch hier blieb ich einfach, ohne mich zu überfordern. Und als ich mich sicher fühlte begann ich langsam meine Beine zu lösen. Gib dir einfach alle Zeit, die du brauchst. Mir hat es gereicht, jeden Tag drei Minuten zu üben – bis es plötzlich klappte. Seitdem mag ich gar nicht mehr aufhören. ;)

 

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Sag mal „Hallo“ zum Busfahrer

Oder: Sei freundlich zu jemandem, den du nicht kennst. Das klingt nach einer ziemlich großen Herausforderung, gerade an schlechten Tagen. Ich sage mir immer wieder, dass ich keine Lust habe, meine negativen Gedanken in diese Welt rauszutragen, dass ich nichts von dem weitergeben möchte – denn ich glaube fest daran, dass alles, was wir nach Außen tragen, eine lange Kette an Ereignissen nach sich zieht. Ich will nicht der Auslöser dafür sein, dass ein Vater verärgert zu seiner Familie heim kommt. Die schönsten Erfahrungen mache ich tatsächlich mit Kassierer/innen und Busfahrer/innen. Eben die Leute, die wir im Alltag für selbstverständlich nehmen. Alles, was du tun musst, ist den Blick der Dame an der Kasse suchen, „Danke“ sagen und einen schönen Tag wünschen. Ich habe mir außerdem angewöhnt, im Bus vorne ein- und auszusteigen, wenn nicht so viel los ist. Gerade in München sind Busfahrer als unfreundlich verrufen – kein Wunder, wenn niemand sie als Mensch wahrnimmt. Es ist wirklich schön zu sehen, was man zurückbekommt, schenkt man eben diesen Menschen ab und zu ein Lächeln. Und das, was du dort zurückbekommst, wirkt sich gleich wieder positiv auf dein Gemüt aus.

 

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Sing. Laut!

Als Kind war es ganz normal, zu singen. Singen gehört zum Kindsein dazu. Irgendwann, wenn wir älter werden, wird alles was wir tun und schaffen bewertet – und so bewerten wir auch uns selbst. Also merken wir, dass wir vielleicht gar nicht singen können – und lassen es lieber bleiben. Dabei ist es so wichtig, seine Stimme zu benutzen. Die wenigsten von uns wissen, wie laut sie sein könnten, wenn sie sich nur trauen würden. Ich gebe zu, ich stelle mich auch nicht in mein Zimmer und sing mal drauf los – aber es gibt da einen Ort, an dem du dir sicher sein kannst, dass dich bestimmt niemand hört: Im Auto. Dreh einen Song auf, den du liebst, und sing mit, so laut du kannst. Bis es fast weh tut. Scheissegal wie schief es klingt! Sogar dort wirst du merken, wie viel Überwindung dich das kostet, weil es dir irgendwie bescheuert vorkommt – aber niemand kann dich hören. Also los. Du wirst staunen, was für Glücksgefühle das in dir auslöst.

 


 

Was ich damit sagen will: Don’t let yourself get you down. Hör nicht so viel auf deinen Kopf! ;)
Was tut ihr an solchen Tagen, damit es euch besser geht?

 

Habt einen wundervollen Sonntag!

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  1. Antworten

    Enya

    26. Februar 2017

    Ich gehe in die Badewanne.Ich mache das schon seit ich ein Kind bin, weil es mich beruhigt und glücklich macht.Oder ans Meer fahren.Ich finde das Rauschen von Wasser tröstlich und der Wind pustet einen so schön durch.
    Danke für deine Tipps, werde ich beim nächsten Alles-ist-doof-Tag gleich mal ausprobieren!
    Enya

    • Antworten

      Angela

      26. Februar 2017

      Oh ja, ich wünschte ich könnte auch einfach so kurz ans Meer fahren! :)

  2. Antworten

    Tanja

    26. Februar 2017

    ❤️

    Danke 🌻

  3. Antworten

    Christina

    26. Februar 2017

    Ich räume auf. Ich finde es unglaublich beruhigend und nichts macht meinen Kopf so frei wie der Inhalt aller Schubladen auf dem Boden, während ich daneben sitze und mir jeden Gegenstand anschaue. Dann entscheide ich, ob ich ihn noch behalten möchte und wo er am besten aufgehoben ist. Und am Ende ist nicht die Schublade ordentlich, sondern auch mein Kopf. Und das kann gerne mal viele Stunden dauern.

  4. Antworten

    Jasmin

    26. Februar 2017

    Mir hilft am meisten Musik, wenn es mir schlecht geht :) Musik Musik Musik, egal ob Reggae, 90er Trash oder Depri Lieder :D und die Natur! Finde das ist ein schöner und guter Tipp von dir. Fahre auch jeden Sonntag zu meinem Elternhaus um mit meinem Hund spazieren zu gehen <3 ohne geht nicht! Musste nämlich bis vor 4 Monaten jeden Tag mit ihm raus (morgens um 6 Uhr mäh) und das vermisse ich irgendwie. Hier in der Stadt einen Hund zu halten, finde ich aber doof. Auf dem Land geht's ihm besser! Mein Katerchen kann sich dagegen auch hier im Wald, wo ich jetzt wohne, austoben. :) Also Musik, Natur, Tiere und als letzter Tipp: Lesen! Zum Beispiel deinen Blog hihi :) oder einfach nur ein schönes Buch / Kurzgeschichte / Zeitschrift Happinez. Irgendwas positives halt.

    Alles Liebe und schönen Sonntag dir <3

  5. Antworten

    Christina

    26. Februar 2017

    Wundervoller, positiver Eintrag und ich bin sicher, dass jeder einzelne Tipp maximal wirkt. Mich hat ein Mal das positive Gefühl, das ich hatte, als ich einer Oma ihre Einkaufstüte aufgehoben und zur Haltestelle getragen habe, über einen echt miesen Arbeitstag gerettet. Seitdem suche ich manchmal regelrecht nach solchen Gelegenheiten zu jemandem freundlich zu sein. Hilft echt. Aber manchmal vergesse ich das auch über meinen eigenen grauen Gedanken … leider. Wenn ich mal alles kacke finde, fällt mir ein, ein paar Sachen aufzuzählen, für die ich wirklich aus tiefstem Herzen dankbar bin. Dann merke ich auch, dass mein Leben gar nicht so blöd ist, wie es mir gerade vorkommt.

    Liebe Grüße,
    Christina

  6. Antworten

    Full Of Diaries

    26. Februar 2017

    Sehr, sehr schön geschrieben ♥

    Neri

  7. Antworten

    Blaine

    26. Februar 2017

    Tolle Sachen Angela!
    Ich hab mir vorgenommen den Menschen mehr Komplimente zu machen. Also alles was ich sonst still für mich denke („Die hat aber eine tolle Frisur!“, „Was für eine angenehme, symphatische Stimme“, etc.), laut auszusprechen. Und zwar gerade auch bei Menschen, die ich nicht kenne! Eine echte Win-Win-Situation :)

    Ach und noch eine andere Herangehensweise, wenn alles vermeintlich schief läuft und man „seine 5 Minuten“ hat: Raus gehn an einen einsamen Ort und aus vollen Lungen schreien… funktioniert auch im Auto :D

    Gruß,
    Blaine

  8. Antworten

    Andi

    26. Februar 2017

    Wundervolle Tipps Danke dafür! Du bist irgendwie so weise und deine Posts sind so wunderbar geschrieben und einfach so überlegt und so andersartig. Einfach toll! Danke an dich für das Erhellen meines Tages in einem fremden Land, wo ich doch häufig Heimweh habe, vor allem nach meinen Lieben Zuhause. Schön, wie du die positiven Vibes in die Welt trägst :)
    Ich finde auch immer die Natur, rausgehen spazieren gehen, wahnsinnig gut für das Wohlbefinden. Ich liebe vor allem den Wind. Wenn alles einfach richtig rumwirbelt. Da weht es die Sorgen buchstäblich weg ;) und man kommt sich selbst so klein und unwirklich vor auf dem Welt und lässt sich einfach tragen. Ich mag das sehr. Und Singen und Musik und Tanzen, ja, das hilft auch immer. Deinen vorletzten Tipp mag ich auch sehr, du hast so recht, öfter mal lächeln, danke sagen, etc. Nur der Erste, das finde ich super schwer umzusetzen. Eigentlich völlig einleuchtend, aber ich brauche wohl noch etwas, das mir selbst glaubhaft machen zu können ;) das mit dem Kopfstand werde ich aber ausprobieren, klingt super!
    Ach ja und ich liebe das Bild von dir und dem Reh so sehr :) sooooo schön!

  9. Antworten

    Johanna

    27. Februar 2017

    Hach, so schön.
    Ich kann deinen Post zu 100% unterschreiben – nur das mit dem Kopfstand hab ich noch nie ausprobiert. Allerhöchste Zeit, dass mal in Angriff zu nehmen. Die positiven Nebeneffekte waren mir wirklich bisher gar nicht bewusst. Danke dafür! :)

    Ich halte es auch so wie du und versuche so oft es geht fremden Menschen ein bisschen den Tag zu verschönern. Die Kassiererin, der Busfahrer oder die Omi auf der Straße. Allen Menschen, mit denen wir auch nur den kleinsten Kontakt im Alltag haben, können wir im Gedächtnis bleiben – und wie könnte es schöner sein als eine positive Erinnerung zu werden? Ich mache das inzwischen oft unbewusst und es kostet mich keine Überwindung mehr, dem Opi den Sack Erde im Baumarkt abzunehmen und zum Auto zu tragen oder den lieben MFA’s beim Blutspenden Schokolade mitzubringen. Und das muss es ja nicht mal sein, ein Lächeln und liebe Worte reichen schon vollkommen.
    Ich arbeite beim Steuerberater und gerade in letzter Zeit merke ich dort ganz deutlich, bei wem ich so eine positive Wirkung erziele – denn genau die Menschen sind es, die mir die positive Energie zurückgeben. Und das zu erleben ist einfach wunderbar.

    Erst vor kurzem habe ich über genau so ein Erlebnis einen Post geschrieben :)
    http://dunkelbunt-blog.de/2017/02/dankbarkeit.html

    Angela & Doe, wie wunderschön dieses Bild einfach ist. Das ist so ein Motiv was man sich als Fototapete drucken lassen sollte. Damit man einfach immer in diesem Moment ist :)

    Ich wünsch dir einen schönen Wochenstart liebe Angela.

    Johanna

  10. Antworten

    Joanna

    27. Februar 2017

    Ich bin schon ewig ein großer Fan von deinem Blog und fand deine Texte immer besonders inspirierend :)
    Ich ziehe morgen für 3 Monate für ein Praktikum nach München, kenne niemanden und bin auch das erste Mal dort, deswegen wollte ich fragen ob du mir einige Tipps / Tricks nennen kannst, Insiderwissen, Locations abseits vom typischen Tourismus, den besten Kaffee, den leckersten Kuchen, den billigsten Alkoholladen? Würde mich jedenfalls über eine Antwort sehr freuen
    Lg
    Joanna

  11. Antworten

    Andrea

    12. März 2017

    Richtig gute Tipps <3 Vor allem die Freundlichkeit unter Fremden hat so abgenommen..sehr schade!

  1. Antworten

    Sport und Fitnessblogs am Sonntag, 26. Februar 2017

    26. Februar 2017

    […] gibt es Tage, die sind einfach doof. Angela zeigt Dir, wie Du diese mit 5 einfachen Tätigkeiten retten […]

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