Ottolenghis iranische Pasta – aber vegan!

Vegetarische Köstlichkeiten“ von Yotam Ottolenghi war lange Zeit meine Kochbibel. Alles, was ich daraus kochte, ließ mich und alle meine Mitesser in etwa so reagieren: „Oh mein Gott, was ist das denn? Ich will nie wieder etwas anderes essen!“
Umso schmerzhafter war es für mich, dass die meisten der Gerichte nunmal nicht vegan sind und somit für mich rausfielen – oder noch schlimmer, ich hatte bereits davon gekostet und wollte sie nun nicht mehr kochen. Weil ich mich damit aber einfach nicht abfinden konnte habe ich das Buch trotzdem wieder aufgeschlagen und meine Lieblingsgerichte veganisiert. Ha!

Heute gibt es also die iranische Pasta nach Ottolenghi (ich habe sie euch hier ja bereits versprochen) mit ein paar veganen Änderungen und neuen Zusätzen (wie zum Beispiel das Ras el Hanout und die Feigen). Getestet habe ich die Pasta übrigens auch schon einige male – und auch meine vegane Variante hat einige „Oh mein Gott, was ist das denn?“ erhalten. ;)


Was du brauchst (für 4 Personen):

– 3 große Auberginen
– 300g veganer Joghurt (ich habe hier den naturjogurt von Alpro genommen – allerdings nicht den ungesüßten. Das süße macht sich sehr gut!)
– 75ml Olivenöl
– 1 große Zwiebel, fein gehackt
– 2 TL Kreuzkümmel
– 2 TL Ras el Hanout Gewürz (gibt’s sogar im Supermarkt)
– 2 EL Limettensaft
– 5 getrocknete Feigen
– 500g Spaghetti
– 1/2 TL Safranfäden in 1/2 EL lauwarmen Wasser eingeweicht
– 10g frische Minze, gehackt
– Salz & Pfeffer


Auberginen richtig zubereiten ist eine Kunst. Es gibt unendlich viele verschiedene Varianten und als ich diese zum ersten mal ausprobierte war ich gleich hin und weg. Wer hätte gedacht, dass es so auch geht?

Als aller erstes nimmst du dir ein Messer und stichst mehrmals auf die Auberginen ein. Bis zu 12 mal mache ich das immer pro Aubergine. Dann legst du sie auf ein Blech und schiebst das Ganze in den Ofen – eine Stunde lang müssen sie hier nun rösten (ca. 200 Grad), bis das Fruchtfleisch weich ist. Nimm sie raus, lass sie kurz abkühlen und halbiere sie der Länge nach.

 

Lös‘ das Fruchtfleisch mit einem Löffel heraus und gib es in einen Sieb. Nun muss es noch ca. 30 Minuten abtropfen, währenddessen können wir aber schonmal den Rest vorbereiten. Nudelwasser aufsetzen zum Beispiel – und das Safranwasser anrühren:


Ich persönlich finde den Safran in diesem Gericht extrem wichtig. Allerdings ist das auch immer eine Geschmacksfrage. ;)

1/2 Teelöffel Safran kommt auf 1/2 Esslöffel lauwarmen Wasser. Einweichen und für später zum Servieren bereitstellen.


 
Gib den veganen Joghurt in einen Topf und vermische ihn mit 2 EL Olivenöl und der gehackten Minze. Nun musst du das Ganze noch vorsichtig erhitzen – aber bitte nicht kochen lassen! Mit Salz und Pfeffer abschmecken und beiseite stellen.

Wenn du magst, lass ein bisschen was von der frischen Minze über und vermische diese in einem kleinen Gefäß mit 1EL Olivenöl – das ist das Minzöl, was am Ende nochmal über das fertige Gericht gegeben wird. Nicht unbedingt notwendig, aber ich liebe den Geschmack von ganz frischer Minze.



Nun geht’s ans Braten. Die Auberginen sind mittlerweile abgetropft und bereit. Erhitze 2 EL Olivenöl in einer Pfanne, Kreuzkümmel und Zwiebeln hineingeben und anbraten, bis die Zweibeln weich sind. Nun gibst du noch das Auberginenfruchtfleisch und die Feigen mit dem Knoblauch hinzu und schmeckst das Ganze mit Salz, Pfeffer, Limettensaft und Ras el Hanout ab. Drei Minute scharf Braten sollte reichen. Riecht schon nicht schlecht, oder?

Nun bist du eigentlich schon fertig. Das gebratene in der Pfanne wird nämlich nicht mit dem Joghurt vermischt – zumindest nicht, bevor es auf dem Teller ist.

Auf jede Protion kommt etwas von der Auberginenpfanne, darüber der Joghurt, etwas Minzöl und einem Tropfen Safranwasser. Fertig ist das vegane, iranische Nudel Gedicht-Gericht. Lasst es euch schmecken! ;)

 


 

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  1. Antworten

    Mia

    29. Juni 2016

    Das klingt toll, werde ich in den nächsten Tagen mal ausprobieren :)

  2. Antworten

    myhappyblog

    29. Juni 2016

    Das hört sich mega lecker an! Ist auf jeden Fall notiert und wird getestet!

  3. Antworten

    Sabrina

    29. Juni 2016

    Hach, ich muss das Buch auch mal wieder aus dem Regal holen, die Gerichte sind einfach zu gut. Danke für die Inspiration :)

  4. Antworten

    Lisa

    29. Juni 2016

    Das sieht auch für mich als nicht Veganer extrem gut aus :)

  5. Antworten

    Natalie

    29. Juni 2016

    Hallo Angela,
    seit kurzem wage ich mich vorsichtig an vegane Rezepte und muss feststellen, dass diese gar nicht so „pflanzlich“ schmecken, wie ich es befürchtet habe. Also schiebe ich die anfängliche Skeptik beiseite und probiere weitere vegane Köstlichkeiten. Vielleicht demnächst auch mal dein Rezept :)
    Viele Grüße
    Natalie
    https://www.livolett.de

  6. Antworten

    Andi

    29. Juni 2016

    Oh wie toll, Angela! Du hast mich mit deinen tollen Bildern und dieser wunderbaren, alle Sinne ansprechenden Beschreibung schon wahrlich jetzt in gedankliche Geschmacksexplosionen versetzt! Richtig, richtig cool gemacht! Vielen lieben Dank :)

  7. Antworten

    Svenja

    2. Juli 2016

    direkt ausprobiert und weil es so gut war, ist es nun gerade nochmal in der Mache. Bin zwar schon länger Veganerin, aber das hat auch mein Rezeptrepertoire erweitert!
    Lecker! Und ja, der Safran muss/sollte wirklich sein.

    Danke für’s Rezept :)

  8. Antworten

    Chrissi

    3. Juli 2016

    Habe es auch schon nach gekocht und es war so gut, dass es für 4 Personen bei uns sicher nicht gereicht hätte :D

  9. Antworten

    Dessous

    4. Juli 2016

    It looks delicious! I agree safran does make the flavor very special. Can’t wait to try this recipe.
    Dessous.

  10. Antworten

    Maria Anna

    4. Juli 2016

    Um ehrlich zu sein: Seit deine Erwähnung im vor-vor-vor-vor-[setze das Wort beliebig oft ein]-letzten Post, habe ich sehnsüchtig auf das Rezept gewartet :) Danke!

  11. Antworten

    Sabrina Bianca

    24. Juli 2016

    Hab es letzte Woche nachgekocht und es war soooo gut. Vielleicht kannst du ja noch mehr Ottolenghi-Rezepte veganisieren und teilen <3

  12. Antworten

    Michèle

    28. August 2016

    OMG so lecker!!! Ich habe deinen Blog zufällig entdeckt. Ich mochte Auberginen nie sonderlich und ich gebe zu, als die Masse aus den verschrumpelten Auberginen holte, fand ich es nicht gerade sehr ansprechend, aber dann als alles fertig zubereitet war und ich den ersten Bissen probiert habe…der Knaller!!! Lange nicht mehr so was Leckeres gegessen. Vielen Dank dafür. Satte und zufriedene Grüße aus Hamburg ⚓️

  13. Antworten

    Anna

    4. Dezember 2016

    Würde es gerne mal ausprobieren…mein Problem ist der Safran,
    …wo kauft man denn am Besten Safran ein?

    Liebe Grüße

    • Antworten

      Angela

      6. Dezember 2016

      Liebe Anna, bei mir gibt’s Safran sogar bei REWE. Einfach fragen! :)

  14. Antworten

    Christina

    27. Januar 2017

    Witzige Geschichte: Ich habe das Ras el Hanout gekauft, und zwar in einer kleinen Plastiktüte. Dann habe ich mich sehr gefreut, dass der Blog wieder online ist, und wollte direkt nachkochen. Dass ich das Gewürz gekauft habe, ist schon länger her, und damals war es das einzige Päckchen dieser Art in meinem Regal.

    Tja, als es dann aber ans Kochen ging, hatte sich ein bisschen was im Gewürzregal getan: und so habe ich die gleiche Menge Curry genommen. Lecker wars trotzdem, aber ich versuchs nochmal richtig ;)

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