Rezept: Auberginen & rote Zwiebeln Antipasti (vegan)

Ich habe momentan so viel Spaß am Kochen wie niemals zuvor. Ich weiß langsam gar nicht mehr, warum ich mich eigentlich so lang nicht vegan ernährt habe – momentan fehlt es mir an nichts. Wisst ihr, das wichtigste ist eigentlich, dass man aufhören muss irgendeinen „Ersatz“ zu finden. Es gibt keinen Fleisch-, Milch- oder Käseersatz. Es gibt Tofu, Reisdrinks und andere Leckereien, die man als eben das betrachten sollte, was sie sind. Tofu und Reisdrink. Wer ständig versucht, irgend etwas zu finden, was genau so schmeckt wie eben Fleisch oder Milch wird schnell anfangen, diese Dinge zu vermissen. Mein guter Vorsatz: So geilen, neuen scheiss kochen, dass ich nicht-vegane Zutaten einfach nicht mehr vermisse – weil ich nicht daran denken muss. Bisher klappt das ganz gut. Heute gibt’s ein Rezept für geilen, deftigen Scheiss auf’s Brot. Da mochte ich Käse am Liebsten. Jetzt liegt auf meinem Brot eben Antipasti die schmeckt, als sei sie vom Himmel gefallen. 

Was du brauchst:

– Auberginen
– Rote Zwiebeln
– Olivenöl
– Tannenhonig / Agavendicksaft
– Knoblauch
– frischer Rosmarin
– Balsamico
– Rotwein oder Weißwein

Ich hoffe ihr verzeiht mir, dass ich es nicht so mit Mengenangaben habe – ich finde irgendwie, das bringt nichts. Ich habe gestern ca. drei mittelgroße Auberginen und 3 große rote Zwiebeln verbraucht, damit ich länger etwas davon habe – dafür aber musste ich das Blech auch drei mal voll machen, so viel passt da leider nicht drauf.

Die Auberginen muss man wie immer erstmal vorbereiten. Schneide sie der länge nach in ca. 5mm dicke Scheiben, salze diese von beiden Seiten und staple sie auf einem Teller. Einen anderen legst du nun oben drauf, und dort stellst du noch etwas schweres drauf. Blumentopf oder Bücher oder so. Das Salz entzieht den Auberginen die Bitterstoffe und durch das Gewicht wird die Flüssigkeit gleich rausgedrückt. So lässt du das 20 Minuten stehen.

 

Währenddessen achtelst du die Zweibeln (nicht auseinander machen, lass sie in großen Stücken) und mixt die Marinade:

Wein, Olivenöl, Knoblauch und Salz in einer Schüssel vermengen. Wein und Olivenöl zu etwa gleichen Teilen, den Knoblauch pressen. Ich hatte heute übrigens weder Weißwein noch Rotwein, also habe ich Sekt genommen, weil yolo. ;)

Nach ca. 20 Minuten kannst du die beiden Auberginen-Teller wie einen Sandwich nehmen und über dem Waschbecken zusammendrücken, sodass die Flüssigkeit abtropft. Bevor du die Auberginen nun auf dem Backblech verteilst tupfst du jede Scheibe noch einmal ab. Die Zwiebeln mariniere ich schonmal in einer Schüssel – wieder mit Knoblauch, Olivenöl, Salz und Wein. Ein bisschen Balsamico hab‘ ich noch dazu gegeben, aber ich denke es reicht auch, wenn der erst am Ende dazu kommt.

Jetzt verteilst du alles auf einem Backblech (den Ofen hast du hoffentlich schon auf 220 Grad vorgeheizt und auf Grillen gestellt) und bestreichst die Auberginen von beiden Seiten mit der Marinade. Jetzt kommt noch der Rosmarin drüber – hatte ich heute nicht, also frischer Thymian. Der ist auch lecker. Wie man mag!

Nach 10 Minuten grillen auf mittlerer Schiene kann man die Zwiebeln bereits rausnehmen, die sind mit etwas Biss am Besten und sollen nicht braun werden. Die Auberginen brutzeln noch 10 Minuten weiter, diesmal aber auf oberster Schiene, bis sie ein bisschen braun sind.

Ganz zum Schluss wird alles noch einmal mariniert: Diesmal aber mit Balsamico und Tannenhonig bzw. Agavendicksaft. Am Besten du schmeckst hier zwischendurch ab: Ist es zu sauer, noch etwas Süße. Zu süß, noch etwas sauer. Du wirst merken, dass es jetzt schon köstlich schmeckt – halt dich zurück, lass es abkühlen, stell es dann in den Kühlschrank und iss es am nächsten Tag. Und dann schreib mir einen Kommentar. ;)

P.S.: Es müssen nicht mal Auberginen oder rote Zwiebeln sein. Mit Champignons funktioniert dieses Rezept eben so gut, genau so wie mit Fenchel oder Karotten. :)

Guten Appetit!

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  1. Antworten

    Feli

    10. November 2015

    klingt richtig lecker!

  2. Antworten

    Lena

    10. November 2015

    Ich sehe das genauso wie du! Ich ernähre mich jetzt über 1 1/2 Jahre vegan und ich vermisse gar nichts! Ich versuche aber auch nichts zu ersetzen, sondern entdecke lieber neue spannende Gerichte. Klar, kann man auch ab und zu auf Ersatzprodukte zurückgreifen, wenn man mag und das Feeling haben möchte. Aber notwendig sind sie ganz und gar nicht ;)

    Liebe Grüße
    Lena | http://www.healthylena.de

  3. Antworten

    Laura

    10. November 2015

    Woaaaah wie geil :D Foodporn deluxe meine Liebe!

  4. Antworten

    Leonie

    10. November 2015

    Das sieht ja köstlich aus. Ich mag Antipasti sehr, sehr gerne und das Rezept hört sich wirklich easy an. Kommt auf die to-do-Liste. ;)
    Liebe Grüße
    Leonie von Follow The Daisies

  5. Antworten

    Patty

    10. November 2015

    Ich liebe Antipasti. Wäre wirklich mal eine Maßnahme es selbst auszuprobieren :)

    Vielen Dank für den Tipp!
    Patty
    http://www.measlychocolate.de

  6. Antworten

    Roberta

    11. November 2015

    good post! like you blog!

  7. Antworten

    Simone

    13. November 2015

    War glaub ich nicht die beste Idee, das hier um 1 Uhr morgens zu lesen, jetzt hab ich nämlich Hunger :D

    Tolles Rezept, vielen Dank dafür! Muss ich unbedingt mal ausprobieren, scheint ja nicht so kompliziert :)

    Liebe Grüße,
    Simone

  8. Antworten

    Lynndgren Lynndström

    19. November 2015

    Das klingt so so toll – muss ich unbedingt ausprobieren! Dazu noch eingelegte Paprika – das wird ein Fest!

    Liebste Grüße
    LYNNDGREN LYNNDSTRÖM // http://www.LynndgrenLynndstroem.blogspot.de

  9. Antworten

    Andrea

    23. November 2015

    Gerade versucht – es ist sooo lecker!

  10. Antworten

    Mircow

    27. November 2015

    Das werde ich demnächst wohl auch mal machen :)

  11. Antworten

    Monika Bruns

    8. Dezember 2015

    „Aufhören einen Ersatz zu suchen.“ Super Text. Danke.

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